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Montag, 20. September 2010, 20 Uhr
Engelbert Wrobel´s
International Hot Jazz 4
Duke Heitger (USA) - Trompete
Engelbert Wrobel (D) - Klarinette, Saxofone
Paolo Alderighi (I) - Piano
Oliver Mewes (D) - Schlagzeug
Die Band Engelbert Wrobel´s International Hot Jazz 4
setzt sich aus vier bereits weit gereisten Vertretern einer neuen Generation von Hotjazz- und Swingmusikern zusammen, die sich im Rahmen einer Deutschlandtournee präsentieren.
Die internationale Besetzung spielt authentischen New Orleans Jazz und Harlem Swing der 20er und 30er Jahre in bester Tradition der legendären Combos um Teddy Wilson, Benny Goodman, Bobby Hackett, Roy Eldridge und Louis Armstrong.
Duke Heitger (USA), Trompete, Vocal
Mai 1968 in Toledo/Ohio geboren und kam 1991 nach New Orleans um in Jacques Gauthe´s Creole Rice Jazz Band einzutreten. Seit dieser Zeit ist er
einer der begehrtesten Musiker der internationalen Szene, der mit verschiedensten Bands konzertiert und Studioaufnahmen macht.
Heitger, der aus Toledo, Ohio kommt, stammt aus einer Musikerfamilie. Schon
als Junge war er vom Sound und Groove der Schelllackplatten seines Vaters fasziniert. Hier hörte er Louis Armstrong, Bunny Berrigan, Red Allen, Bobby Hacket und Bix Beiderbecke. Er spielte schon bald mit der Band seines
Vaters, der Cake Walking Jassband, einer Institution in Toledo, die seit 1968 wöchentlich in Tony Packo´s Restaurant auftrat. Duke spielte seine ersten
professionellen Engagements im Alter von 12 Jahren und tourte schon als Teenager zu verschiedenen Jazzfestivals in ganz Amerika mit der Band seines Vaters.
Seit er in New Orleans wohnt, wurde ihm internationale Anerkennung zuteil, was dazu führte, dass er mit Bands
arbeitete, die von so berühmten Musikern wie James Dapogny, Dick Hyman, John Gill und Banu Gibson geleitet wurden. Er hatte diverse Gastauftritte in Garrison Keillor´s „A Prairie Home Companion“ mit dem
Pianisten Butch Thompson und wurde oftmals in Rundfunksendungen mit der Jim Cullum Jazz Band gefeatured. Heitger trat unter anderem in der Hollywood Bowl, in New York´s 92nd Street Y und in der Orchestra
Hall in Minneapolis, Minnesota auf. International tourte er schon durch Ungarn, die Schweiz, Frankreich, Norwegen und Deutschland. In den Jahren 2001-2003 bereiste er mit seiner eigenen Band Big Four Finnland
und Schweden.
Wenn er nicht „on the road“ ist, hat er einen vollen Spielplan in New Orleans, wo er seine Steamboat Stompers
leitet, und täglich an Bord des Natchez Paddlewheeler spielt. Er ist wöchentlich im Palm Court Jazz Café und Can Can Café zu hören, und tritt einmal im Monat mit der Shim Sham Revue auf. Außerdem ist er ein gefragter
Gast-Trompeter in den verschiedensten Bands.
Als Sideman hat er sehr viele Aufnahmen gemacht, und ist dadurch bei Jazzenthusiasten schon sehr bekannt.
Auch im Bereich Popmusik hatte er schon einen sehr beachtlichen Erfolg als Trompeter auf der CD „Hot“ der Band Squirrel Nut, die über 1 Million Mal verkauft wurde und eine Platin-CD einbrachte.
Als Bandleader hat Duke Heitger 3 CDs aufgenommen. Seine erste mit den Steamboat Stompers erschien bei
GHB Records. Das zweite, von den Kritikern hoch gelobte Album Rhythm is our Business nahm er mit seiner Swingformation auf. Kürzlich erschien auf Stomp Off Records seine neueste Aufnahme „Prince of Wails“, bei
der er ein Quartett leitet.
Im März 2003 hatte das Lindy Hop Ensemble Singapur Premiere mit „New Heights“, einem Tanzstück aus Duke
Heitger´s Feder.
Die wenige Zeit, die er nicht spielte, nutzte er dazu, seinen Hochschulabschluss in Geologie an der Universität
von New Orleans zu machen.
Engelbert Wrobel (D) Klarinette, Saxofone
wurde 1959 in Dormagen geboren. Er gehört als Hotjazz- und
Swing-Klarinettist und –Saxophonist zur ersten europäischen Liga. Sein ausdrucksstarkes Spiel zeichnet sich durch einen kräftigen Sound und eine brillante Technik aus.
Bereits in jungen Jahren gewann „Engel“ – wie ihn seine Freunde nennen
– den Preis „Jugend jazzt“, und bald darauf wurde ihm ein Platz in Rod Mason´s Hot Five angeboten. Mit der Hot Five sammelte er dann 3 ½
Jahre lang Tournee-Erfahrung in ganz Europa, bevor er dann seine „Swing Society“ gründete, die zweifelsohne eine der führenden europäischen Swingbands ist. Mit ihr trat Engelbert bereits in zahlreichen
Clubs und auf verschiedensten Festivals im In- und Ausland auf. Die aktuelle CD der band mit prominentem Gaststar Hazy Osterwald fand bereits höchste Beachtung.
Darüber hinaus ist Engelbert als Musiker auch in verschiedensten
anderen Projekten zu finden, beispielsweise als „Benny Goodman“ – Solist im King of Swing Orchestra. In seiner Karriere spielte Engelbert
schon mit vielen Weltstars des Jazz. Darunter befinden sich unter anderem Clark Terry, Harry „Sweets“ Edison, Louis Bellson, Doc Cheatham, Chris Barber, Oscar Klein, Charly Antolini, Greetje Kauffeld, Dan Barrett, Bob
Barnard...
PAOLO ALDERIGHI, Piano
Paolo Alderighi, am 5. November 1980 in Mailand geboren, wuchs in einer jazzbegeisterten Familie auf.
Sein Vater war leidenschaftlicher Plattensammler und spielte Bass und Banjo in einer Amateur-Jazzband. Paolos Talent zeigte sich schon früh. Mit 8 Jahren erhielt
er seine erste Klavierstunde, von 10 - 13 besuchte er die Konservatoriumsschule, die neben dem Hauptfach Musik auch den normalen Schulstoff vermittelte, für die "scuola
media" bis zum Schulabschluss mit 18 wechselte er an ein anderes Lyzeum, besuchte aber nebenher weiterhin das Konservatorium. Nach Abschluss des Lyzeums nahm
er seine Musikstudien am Konservatorium "Giuseppe Verdi" in Mailand wieder auf und machte mit 19 seinen Abschluss. Anschließend ließ er sich in einem 5-jährigen
Universitätsstudium noch zum Kulturmanager ausbilden.
Paolo war zu Hause mit den Stride-Pianisten gross geworden. Die Diskothek seines Vaters war ihm eine reiche
Inspirationsquelle. Auf der Suche nach Vorbildern entdeckte er die Platten der Piano-Giganten Fats Waller und
Earl Hines. Er versuchte, sie nachzuahmen und arbeitete an Stücken wie "Ain't Misbehavin' ", "Rosetta" und "My
Monday Date". Zu seinen Idolen gehörte bald auch Erroll Garner.
Nach kurzer Aktivität in der Klassik-Szene, wo er als Solist und mit Orchester auftrat und auch etliche Preise
gewann, widmete er sich ganz dem Jazz und begann in verschiedenen Jazzformationen, vorwiegend
traditioneller Richtung, zu spielen. Er betätigte sich aber auch als Solopianist. Inzwischen hat er mit einer ganzen
Reihe von international bekannten Jazzmusikern zusammen gearbeitet und ist an vielen europäischen Jazz Festivals ein gern gesehener Gast. Er wird auch immer wieder nach Japan eingeladen.
Piano Solo zu spielen, bereitet Paolo im Moment die größte Freude und Befriedigung. Je freier man an seinen
musikalischen Ideen arbeiten könne, umso mehr komme die echte Persönlichkeit zum Vorschein, meint er. Sein
Ziel ist es, eine eigenständige musikalische Persönlichkeit zu finden. Mit zunehmender musikalischer
Entwicklung und Reife beeinflussten ihn auch Teddy Wilson, Art Tatum, Red Garland, Oscar Peterson, Nat "King" Cole, Count Basie, Ellis Larkins, Hank Jones, Dave McKenna und Al Haig.
Anfangs 2004 erschien seine erste Solo-CD unter dem Titel "Handful of Keys" (Ethnoworld EW). Sein zweites
Solo-Album, betitelt "Rockin' in Rhythm" (Brocca Alessio Edizioni Musicali, BA 111), folgte zwei Jahre später.
Am 14. Mai 2007 hat Paolo eine CD für das Label Jazzconnaisseur in der Alten Kirche Boswil (Schweiz) aufgenommen.
Oliver Mewes (D) - Schlagzeug
wurde 1967 in Köln geboren. Er studierte an der Kölner Musikhochschule Schlagzeug und nahm Privatunterricht bei John Riley und Victor Lewis.
Er machte sich schnell einen Namen als sensibler Begleiteter, ist aber auch
ein virtuoser und dabei immer geschmackvoller Solist. Seine stilistisch ungeheure Palette an Klangfarben macht ihn zu einem begehrten Partner für
Musiker der unterschiedlichsten Richtungen. Er arbeitete bereits für Größen wie Leroy Jones, Oscar Klein, Hazy Osterwald, Lillian Boutté, Don Menza,
Bobby Shew, Joe Gardello, Dan Barrett und John Smith. In den letzten Jahren hat Oliver seine Vorliebe für die Swingmusik der 30er und 40er
Jahre entdeckt und läßt sich seitdem verstärkt von Meistern wie „Papa“ Jo Jones, „Big“ Sid Catlett, Mel Lewis und Gene Krupa inspirieren.
Dank seiner bemerkenswerten Musikalität und seines phänomenalen
Gehörs war er in der Lage, die kleinsten Nuancen all dieser so unterschiedlichen Stile zu absorbieren, um sie zu einer sehr persönlichen
musikalischen Sprache zu verarbeiten. Trotz seiner enormen technischen Möglichkeiten stellt Oliver sein Spiel stetes in den Dienst des zu begleitenden Solisten und sorgt mit seinem
präzisen, stark ausgeprägten Sinn für Timing für unerhörten Drive.
Eintritt: € 13,--
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